Rosenheim

Ambulantes Wirbelsäulenzentrum

Die Erkrankungen der Wirbelsäule umfassen ein großes Spektrum von Krankheitsbildern bei denen eine degenerative Erkrankung, ein Tumor, eine Infektion oder eine Verletzung der Wirbelsäule vorliegen.

Koordinator
Dr. med. Jan Nikolas Rieken

mehr lesen
ausblenden

Kontakt Patienten

MVZ am Klinikum Rosenheim GmbH
Lilienweg 10, 83022 Rosenheim
(Eingang über Haupteingang Ellmaierstraße 23 möglich)
  +49 8031 365 3395

mehr lesen
ausblenden
Sprechstunden

Mittwoch  8:00 -12:30 Uhr und 13:00-15:00 Uhr

Termine nur nach Vereinbarung

Häufig gesucht

mehr lesen
ausblenden

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

Erkrankungen der Wirbelsäule können viele Ursachen haben – von altersbedingtem Verschleiß über Verletzungen bis hin zu Entzündungen oder Tumorerkrankungen. Häufig äußern sie sich durch Rückenschmerzen, manchmal auch mit Ausstrahlung in Arme oder Beine sowie durch Taubheitsgefühle oder Kraftverlust.

In den meisten Fällen beginnen wir mit einer konservativen Behandlung, zum Beispiel mit Schmerztherapie und Physiotherapie. Sollte diese nicht ausreichend helfen oder sollten neurologische Ausfälle auftreten, kann ein operativer Eingriff notwendig werden.

Im Ambulanten Wirbelsäulenzentrum  bieten wir das gesamte Spektrum moderner Wirbelsäulenbehandlung an – von minimal-invasiven Eingriffen bis hin zu komplexen rekonstruktiven Operationen. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche, individuell abgestimmte Therapie zu finden.

Mit herzlichen Grüßen

Dr. med. Jan Nikolas Rieken

mehr lesen
ausblenden

Was wir leisten

mehr lesen
ausblenden
Wirbelsäulenchirurgie

Die Erkrankungen der Wirbelsäule umfassen ein großes Spektrum von Krankheitsbildern bei denen eine degenerative Erkrankung, ein Tumor, eine Infektion oder eine Verletzung der Wirbelsäule vorliegen. Diese Krankheiten werden häufig durch das Auftreten von Rückenschmerzen mit oder ohne Ausstrahlung in die Beine und Arme sowie durch andere neurologische Auffälligkeiten wie z.B. Taubheitsgfühle oder Lähmungen der Extremitäten diagnostiziert. Viele Erkrankungen Erkrankungen der Wirbelsäule werden zunächst konservativ (analgetische Therapie, Physiotherapie) behandelt. Bei frustraner konservativer Behandlung oder Vorliegen neurologischer Ausfälle kann eine Operation indiziert sein. In der Klinik für Neurochirurgie der RoMed-Kliniken werden minimal-invasive (z.B. bei Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose- verlinkt Erkrankungen der Wirbelsäule) und komplexe Rekonstruktionseingriffe (z.B. bei spinalen Metastasen) in allen Wirbelsäulenabschnitten inklusiv des kraniozervikalen Übergangs in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie angeboten.

Behandlung von Wirbelsäulentumoren

Die Wirbelsäule dient nicht nur als mechanische Stütze, die es uns ermöglicht, aufrecht zu stehen und den Belastungen des Alltags standzuhalten, sondern sie beherbergt auch das Rückenmark, das Nervenfasern enthält, die für unsere Bewegung, Sensorik, Sensibilität und andere neurologische Funktionen unerlässlich sind. Diese Kombination aus struktureller Unterstützung und neurologischer Versorgung macht die Wirbelsäule zu einem äußerst wichtigen Teil unseres Körpers. Aufgrund dieser zentralen Rolle stellt das Auftreten von Tumoren in der Wirbelsäule eine besonders komplexe Herausforderung dar.

Was sind Wirbelsäulentumore?

Tumore können von verschiedenen Geweben der Wirbelsäule ausgehen, darunter das Rückenmark selbst, die Rückenmarkshaut (Meningen), die Nervenscheiden oder die knöchernen Strukturen.

Tumore, die vom Rückenmark, der Rückenmarkshaut oder den Nervenscheiden ausgehen, können gut- oder bösartig sein. Sie haben jedoch alle das Potenzial, das Rückenmark zu schädigen, was zu neurologischen Ausfällen führen kann. Typische Symptome sind die Myelopathie, die sich durch Lähmungen, Gangstörungen oder Koordinationsstörungen äußern kann.

Tumore, die von den knöchernen Strukturen der Wirbelsäule ausgehen, sind häufig Metastasen. Metastasen sind Tumore, die ihren Ursprung in anderen Körperregionen oder Organen haben und sich über die Blut- oder Lymphbahn ausgebreitet haben. Tumore die typischerweise in die Wirbelsäule metastasieren sind unter anderem Brust-, Lungen- oder Prostatakrebs. Diese Tumoren können das Rückenmark ebenfalls beeinträchtigen, was zu ähnlichen neurologischen Symptomen führen kann. Zusätzlich leiden die Patienten oft unter starken Rückenschmerzen, die durch den Befall der Knochen verursacht werden.

Wie werden sie behandelt?

Die Therapie von Wirbelsäulentumoren ist sehr vielfältig und hängt von der Lage, der Art und der Ausdehnung des Tumors ab. In vielen Fällen ist eine Operation notwendig, um die Stabilität der Wirbelsäule zu erhalten und das Rückenmark zu schützen. Zusätzlich kann vor oder nach der Operation eine Chemo- und/oder Strahlentherapie eingesetzt werden, um den Tumor zu verkleinern oder zu zerstören.

Bei der Operation, insbesondere bei Tumoren des Rückenmarks, der Rückenmarkshaut oder den Nervenscheiden, ist das Hauptziel die vollständige Entfernung des Tumors unter Erhalt der neurologischen Funktion. Dies erfordert präzise mikrochirurgische Techniken, die unter dem Mikroskop durchgeführt werden. Während der Operation kann auch das Neuromonitoring eingesetzt werden, um die Funktion des Rückenmarks kontinuierlich zu überwachen und sicherzustellen, dass keine Schäden auftreten.

Bei Tumoren, die von den knöchernen Strukturen der Wirbelsäule ausgehen, ist neben dem Funktionserhalt auch die Stabilisierung ein wichtiges Ziel. Häufig werden Schrauben-Stab-Systeme zur Stabilisierung und Abstützung der Wirbelsäule eingesetzt. In einigen Fällen kann auch ein Ersatz des erkrankten Wirbelkörpers notwendig sein. Dieser Ersatz kann durch die Entfernung des Wirbelkörpers und das Einsetzen eines Implantats erfolgen, um die Wirbelsäule zu stabilisieren und die normale Funktion wiederherzustellen.

Nachbehandlung und Betreuung

Nach der Operation erfolgt die Nachbehandlung häufig zunächst auf unserer Intensivstation, wo wir eine engmaschige Überwachung gewährleisten. Die weitere Betreuung und Therapieplanung erfolgt dann im Rahmen des stationären Aufenthalts. Dabei arbeiten wir eng mit anderen Fachdisziplinen zusammen, um Ihnen die bestmögliche Versorgung zu bieten.

Eine zentrale Rolle spielt dabei unsere interdisziplinäre Tumorkonferenz, in der alle Fälle von Wirbelsäulentumoren besprochen werden. Gemeinsam mit Onkologen, Strahlentherapeuten und Spezialisten anderer Fachabteilungen entwickeln wir individuelle Therapiepläne, die auf die spezifischen Bedürfnisse eines jeden Patienten zugeschnitten werden.

Für eine nahtlose und kontinuierliche Nachsorge bieten wir über unser Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) auch eine ambulante Betreuung an. Hier stehen Ihnen unsere Fachärzte für alle Fragen zur Verfügung und begleiten Sie auf Ihrem Weg der Genesung.

Unser Team

mehr lesen
ausblenden

Dr. med. Jan Nikolas Rieken

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie, Notfall- und Rettungsmedizin, Akupunktur

Dr. med. Georgios Ntoulias, MBA

Intensivmedizin, Fachexperte, Neuroonkologischen Zentren (DKG), Spezielle Neurochirurgische Onkologie, Masterzertifikat der DWG, Zertifikat Kinderneurochirurgie (ESPN), Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Schädelbasischirurgie

Christof von Wrangel

Facharzt für Neurochirurgie, Basiszertifikat der DWG

Dr. Tatiana Akimenko

Fachärztin für Neurochirurgie, Basiszertifikat der DWG

Dr. med. Simeon Georgiev, FEBNS

Intensivmedizin und Notfallmedizin,
EuroSpine Diploma, Basiszertifikat der DWG

Dr. med. Ingo Jürgens

Facharzt für Chirurgie, Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie
Fachkunde Rettungsdienst